Der Kult um die ewige Jugend, der man schier alles zu opfern bereit ist, passt auch in unsere Zeit der Botox gestrafften Gesichter und aufgespritzten Körperteile. In dem einzigen Roman des schwulen irischen Schriftstellers wird Dorian sein Wunsch nach ewiger Jugend durch einen magischen Zauber erfüllt.
Während er in der Blüte seiner Schönheit verharrt und nicht mehr altert, wird sein Porträt, das ein Freund von ihm gemalt hat, vom Leben immer tiefer gezeichnet. Aus dem mit Schönheit gesegneten Dorian wird ein zum Bild Verfluchter, der sein wahres Gesicht vor der Welt verstecken muss.
Im Rahmen des Festivals „Radikal Jung“, mit dem das Münchner Volkstheater noch bis Samstag insgesamt zwölf Inszenierungen junger Regisseure präsentiert, ist der viktorianische Klassiker in der Bearbeitung des Wiener Burgtheaters unter der Regie des Göppinger Nachwuchtalentes Bastian Kraft (30) zu sehen. Kraft gewann 2010 mit dem Stück „Amerika“ den Publikumspreis des Festivals.
Dorian Gray, 11. April, 18 und 21 Uhr, Volkstheater, www.muenchner-volkstheater.de
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